vom 01.05. bis zum 31.07.2017. T erklärt gegenüber der V-GmbH, dass er den Betrag nicht bezahlen könne. Außerdem weist er die V-GmbH nunmehr darauf hin, dass seine Ehefrau bis zum 30.0.2017 die Wohnung mitgenutzt habe.
Am 05.09.2017 erhebt die V-GmbH Klage gegen die Eheleute T und S als Gesamtschuldner, und verlangt von diesen Zahlung von 500 Euro. Mit Erfolg?
Unverbindliche Lösungsskizze
Ausgangsfall: Auseinandersetzungsanspruch T gegen K auf Zahlung von 175.000 Euro
A. Partnerschaftsvertrag, §§ 311 I, 241 I BGB
(-); Arg.: kein Erklärungswille (= Rechtsbindungswille)
B. § 488 I 2 BGB
(-); Arg.: kein Erklärungswille; keine Rückzahlung vereinbart
C. §§ 530, 531 II, 812 ff. BGB
(-); Arg.: kein Erklärungswille; keine eigentliche Unentgeltlichkeit, da jeder Beiträge zur Lebensgemeinschaft leistet; Trennung bei nichtehelicher Lebensgemeinschaft kein grober Undank.
D. §§ 730, 731, 733 BGB
(-); Arg.: kein Erklärungswille
E. § 1378 BGB (analog)
(-); Arg.: keine Ehe; keine Vergleichbarkeit; „Abstandsgebot“ des Art. 6 I GG
F. § 1298 BGB (analog)
(-); Arg.: kein Verlöbnis; keine Vergleichbarkeit mangels Zukunftsversprechen
G. § 812 I 1 1. Fall BGB
H. § 812 I 2 1. Fall BGB
(-); Arg.: Beitrag keine „Leistung“, da nicht zum Zwecke der Erfüllung einer Verbindlichkeit erbracht
J. § 812 I 2 2. Fall BGB
I. Etwas erlangt (+)
II. Zweckfortfall
– Fortbestand der nichtehelichen Lebensgemeinschaft (-); Arg.: kein rechtlich erheblicher Zweck
– Hausbau (-); Arg.: Zweck erreicht
– Zukünftiger Wohnraum (+); Arg.: Erheblichkeit des Beitrages; Erwartung geht über den bloßen Bestand der nichtehelichen Lebensgemeinschaft hinaus
III. Ergebnis: (+)
Fortsetzung: V-GmbH gegen T und S auf Zahlung von 500 Euro
A. V-GmbH gegen T, § 433 II BGB
I. Einigung
(+); Arg.: Stromlieferungsvertrag = Kaufvertrag
– Stellvertretung der V-GmbH durch G, §§ 164 ff. BGB, § 35 GmbHG
II. Wirksamkeit (+)
III. Ergebnis: (+)
B. V-GmbH gegen S
I. §§ 433 II, 164 ff. BGB
(-); Arg.: T handelte nicht auch im Namen der S
II. §§ 433 II, 1357 I 2 BGB
1. Wirksame Ehe (+)
2. Geschäfts zur angemessenen Deckung des Lebensbedarfs (+)
3. Keine Offenlegung als Eigengeschäft
(+); Arg.: Bei Vertragsschluss keine Angaben durch T
4. Keine Beschränkungen, §§ 1357 II, 1412 BGB (+)
5. Kein Getrenntleben
a) Zeitraum 01.02.-30.04.2017 (+)
b) Zeitraum 01.05.-31.07.2017
(-), aber: Kein Getrenntleben zum maßgeblichen Zeitpunkt der Begründung des Dauerschuldverhältnisses.
6. Ergebnis: (+)